Conti-Reifen „Löwenzahn“

Continental will Reifen aus Löwenzahn herstellen

Nach jahrelangen Forschungsarbeiten haben das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME (Prof. Dr. Rainer Fischer)

in Münster und  Continental eine Löwenzahnsorte so veredelt, dass aus seinem Saft

field-of-dandelions-622-1920x1080Kautschuk gewonnen werden kann.

Jetzt bauen die Forscher eine Pilotanlage, die in der Lage ist, Naturkautschuk im Tonnenmaßstab zu produzieren. Die Pilotanlage wird in Münster aufgebaut.

Schon in den nächsten Jahren sollen die ersten Autoreifen aus diesem Material getestet werden.

Für Continental hat die neue Rohstoffquelle große Vorteile. Die Kautschukgewinnung ist deutlich wetterunabhängiger und es können auch brachliegende landwirtschaftliche Flächen genutzt werden. Eine Produktion in Europa hat zudem kürzere Wege zu den Fabrikationsstandorten zur Folge und ist somit ein Beitrag zum

Klimaschutz. „Wir investieren in dieses vielversprechende Materialentwicklungsprojekt, weil wir überzeugt davon sind, das wir dadurch unsere Reifenproduktion langfristig weiter verbessern können“, sagt Nikolai Setzer, der im Continental-Vorstand für die Division Reifen verantwortlich ist.

Am 25.2. wird in München der „Green Tec Award 2014“ vergeben. Das Projekt „Löwenzahn-Kautschuk“ ist einer der drei Kandidaten in der Endrunde.

Das Technologiezentrum Sofia hat Continental angeboten, verschiedene Versuchsfelder in Bulgarien aufzubauen, um in der Pilotphase schon zu testen, in wieweit Löwenzahn-Kautschuk aus den Donau-Regionen in der Reifenproduktion bei Continental benutzt werden kann.

Das Technologiezentrum Sofia und seine Partner arbeiten intensiv am Aufbau

der „grünen Chemie“ in Bulgarien. Basis sind Überlegungen, dass in naher Zukunft entlang der Donau im „Green Chemistry Belt“ eine größere Zahl von Bioraffinerien

entstehen werden. Einbezogen in diese Projektentwicklung sind die Land- und Forstwirtschaft sowie der Verband der bulgarischen Chemischen Industrie.

 

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