Stroh im Tank

Neuer Biokraftstoff aus Agrarreststoffen – Bulgarien ein Idealer Produktionsstandort

 

Ein Pilotprojekt haben der Chemiekonzern CLARIANT (Zürich), die Haltermann-Chemie-Group (Hamburg) und Daimler Benz (Stuttgart) erfolgreich gestartet. Hergestellt und getestet wird das Superbenzin sunliquid 20 mit einem Anteil von 20% Zellulose-Ethanol aus Stroh. Dieser Biokraftstoff der zweiten Generation basiert auf Agrarabfällen, schont die Umwelt und konkurriert dabei nicht mit der Nahrungsmittelproduktion. Bioethanol aus Stroh erreicht 95 % Treibhausgaseinsparungen im Vergleich zu fossilem Benzin. Die neueste Generation der Mercedes-Benz BlueDIRECT Ottomotoren vertragen schon heute den E20-Kraft-stoff.

слама-ЯнаEntwickelt und patentiert wurde das sunliquid-Verfahren durch den Spezialchemie-konzern CLARIANT, der das Bioethanol in einer an der Donau gelegenen Demonstrationsanlage (Bayern) herstellt. Im Werk des Spezial-Kraftstoffspezialisten Haltermann entsteht dann das Endprodukt: ein innovativer E20-Kraftstoff, der schon bald europaweite Maßstäbe setzen könnte. Seine hohe Oktanzahl (RON) von über 100 ermöglicht einen optimalen Wirkungsgrad.

Weltweit sind große Mengen an Agrarreststoffen wie Weizenstroh ungenutzt. Auch in Bulgarien stehen sehr große Mengen für eine derartige Verwertung zur Verfügung. Zellulose-Ethanol ist ein Bioethanol der zweiten Generation, das ausschließlich aus Agrarabfällen wie Weizenstroh hergestellt wird. Auf diese Weise werden keinerlei Nahrungs- oder Futtermittel zur Kraftstoffproduktion verwendet. In der Zukunft könnte ein Viertel des Benzinverbrauchs in Europa durch diese Technologie abgedeckt werden.

Das Technologiezentrum Sofia hat CLARIANT und Haltermann vorgeschlagen, entsprechende Produktionsstätten in Bulgarien aufzubauen. Konkrete Standorte entlang der Donau wurden vom TZ kartiert und das Potential der Rohstoffversorgung dargestellt. Ebenfalls informiert wurde das bulgarische Wirtschaftsministerium über die Entwicklung auf diesem Gebiet.

Quelle: www.stroh-im-tank.com

Technologycenter Sofia / 24.02.2014

 

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